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Triagierung Akutspital
Triagierung Grundversorger
Unterscheidungsmerkmale verschiedener geriatrischer Angebote
10 Merkpunkte zu Demenz
10 Erfolgsfaktoren für autonomes Leben im Alter

 


 

Definitionen Geriatrische Syndrome

Geriatrische Syndrome sind gesundheitliche Funktionsstörungen, die typischerweise im Alter und oft kombiniert auftreten und die Selbständigkeit gefährden können. Jedes dieser Syndrome wird durch eine, meist jedoch durch mehrere Krankheiten im Sinne der ICD versuracht Der britische Geriater Bernhard Isaacs (1924-1995) hat dieses Konzept 1975 ins Leben gerufen und damit ein Instrument geschaffen, das erlaubt die relevanten Funktionsstörungen bei alten und polymorbiden Patienten benennen. Er nannte sie geriatrische Riesen. Die von ihm erkannten vier Syndrome waren die Mobilitätsstörung, die Sturzneigung, die Inkontinenz und die Demenz. Später wurden die geriatrischen Riesen von verschiedenen Seiten erweitert durch die Mangelernährung, die Depression, die Störung der Sinnesfähigkeiten Sehen und Hören, das Gebrechlichkeitssyndrom, die soziale Isolation sowie das chronische Schmerzsyndrom.


Definition der Demenz nach DMS IV

Eine Demenz wird diagnostiziert, wenn mehrere kognitive Defizite vorliegen, die sich in: Gedächtnisbeeinträchtigung plus mindestens eine der folgenden Störungen

  • Aphasie: Störung der Sprache
  • Apraxie: beeinträchtigte Fähigkeit, motorische Aktivitäten auszuführen
  • Agnosie: Unfähigkeit, Gegenstände zu identifizieren bzw. wieder zu erkennen
  • Störung der Exekutivefunktionen, d. h. Planen, Organisieren, Einhalten der Reihenfolge

Diese kognitiven Defizite verursachen eine signifikante Beeinträchtigung der sozialen und beruflichen Funktionen und stellen eine deutliche Verschlechterung gegenüber einem früheren Leistungsniveau dar.
Die Defizite treten nicht als Teil einer rasch einsetzten Bewusstseinstrübung /=Delir) auf.
Die Störung kann nicht einem anderen primären, psychischen Leiden, wie endogene Depression oder Schizophrenie, zugeschrieben werden.

Demenz (Kurzform nach DSM IV)
Erworbener intellektueller Leistungsabbau mit

  1. Gedächtnisstörung
  2. Störung mindestens einer weiteren höheren Hirnleistung
  3. Sozialer Auswirkungen

Definition der Demenz nach ICD 10

Demenz (ICD-10-Code F00-F03) ist ein Syndrom als Folge einer meist chronischen oder fort- schreitenden Krankheit des Gehirns mit Störung vieler höherer kortikaler Funktionen, einschließlich Gedächtnis, Denken, Orientierung, Auffassung, Rechnen, Lernfähigkeit, Sprache, Sprechen und Urteilsvermögen im Sinne der Fähigkeit zur Entscheidung. Das Bewusstsein ist nicht getrübt. Für die Diagnose einer Demenz müssen die Symptome nach ICD über mindestens 6 Monate bestan- den haben. Die Sinne (Sinnesorgane, Wahrnehmung) funktionieren im für die Person üblichen Rahmen. Gewöhnlich begleiten Veränderungen der emotionalen Kontrolle, der Affektlage, des Sozialverhaltens oder der Motivation die kognitiven Beeinträchtigungen; gelegentlich treten diese Syndrome auch eher auf. Sie kommen bei Alzheimer-Krankheit, Gefäßerkrankungen des Gehirns und anderen Zustandsbildern vor, die primär oder sekundär das Gehirn und die Neuronen betref- fen.

F00* Demenz bei Alzheimer-Krankheit
F01 Vaskuläre Demenz
F02* Demenz bei anderenorts klassifizierten Krankheiten F03 Nicht näher bezeichnete Demenz

Bei den typischen leichten (F32.0), mittelgradigen (F32.1) oder schweren (F32.2 und F32.3) Epi-
soden leidet der betroffene Patient unter einer gedrückten Stimmung und einer Verminderung von Antrieb und Aktivität. Die Fähigkeit zu Freude, das Interesse und die Konzentration sind vermin- dert. Ausgeprägte Müdigkeit kann nach jeder kleinsten Anstrengung auftreten. Der Schlaf ist meist
gestört, der Appetit vermindert. Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen sind fast immer beeinträch- tigt. Sogar bei der leichten Form kommen Schuldgefühle oder Gedanken über eigene Wertlosigkeit
vor. Die gedrückte Stimmung verändert sich von Tag zu Tag wenig, reagiert nicht auf Lebensum- stände und kann von so genannten „somatischen“ Symptomen begleitet werden, wie Interessen- verlust oder Verlust der Freude, Früherwachen, Morgentief, deutliche psychomotorische Hem-
mung, Agitiertheit, Appetitverlust, Gewichtsverlust und Libidoverlust. (Quelle: ICD 10).

F31.- Gruppe: Bipolare affektive Störung
F32.- Gruppe: Depressive Episode
F33.- Gruppe: Rezidivierende Depressive Störung
F34.- Gruppe: Anhaltende affektive Störungen

Immobilität bezeichnet die eingeschränkte eigenständige Fortbewegung.

Klassifikation nach Schweregrad:

  • im ambulanten Bereich
    • Leicht:
      Unfähigkeit, eine längere Strecke zu gehen
    • Mittel:
      Unfähigkeit, zum selbständigen Verlassen des Hauses
    • Schwer:
      Unfähigkeit zum selbständigen Gehen in der Wohnung
  • in Institutionen
    • Leicht:
      Unfähigkeit, Treppen zu steigen
    • Mittel:
      Unfähigkeit, zum selbständigen Gehen im Zimmer/auf Station
    • Schwer:
      Unfähigkeit zum selbständigen Lagewechsel von Liegen/Sitzen zum Stehen

Harninkontinenz ist jeglicher, unwillkürlicher Harnverlust (Abrams et al. 2002) / ICS (international Continence Soc.)

Kontinenz ist die Fähigkeit, willkürlich und zur passenden Zeit an einem geeigneten Ort die Blase zu entleeren.

Links
https://www.ics.org
http://wiki.ics.org/ICS+Wiki+Home

Mangel aufgrund fehlender Zufuhr und/oder erhöhtem Bedarf von

  • Nährwerten wie Kohlenhydrate, Fette und weitere Energieträger (= Unterernährung/Kachexie)
  • spezifischen Nährstoffen wie Proteinen, Vitaminen und Spurenelementen (Mangelernährung).

(Quelle: Wettstein, Conzelmann, Heiss: „Checkliste Geriatrie“, 2. Auflage, 2001; S. Rabady/Ilkka Kunnamo et al. „EbM-Guidelines“, 4. Auflage, 2014)

Ein medizinisches Syndrom mit vielfältigen Ursachen und begünstigenden Faktoren,, das durch verminderte Kraft,, Ausdauer und reduziert physiologische Funktionen auszeichnet ist und das die Anfälligkeit einer Person für erhöhte Abhängigkeit oder Tod erhöht..

«A medical syndrome with multiple causes and contributors that is characterized by diminished strength,, endurance and reduced physiologic function that increases an individual’s vulnerability for developing increased dependncy and / or death..»» (QQ u elle:: J..EE..MMorley et al:: Frailty Consensus:: A Call to Action.. JAMDA 14((22013))